Phase III

In der 3. Förderphase konnten 14 Mikroprojekte realisiert werden. Aufgrund der Erfahrungen der vorausgegangen Phasen wurde zur Verbesserung und Intensivierung der Berufsvorbereitung ein interagierendes Netzwerk verschiedenster Träger geschaffen (YOUNG ZECH INC.).
Laufzeit: 1 Juli 2005 bis 30 Juni 2006
Kreativwerkstätte Zech
Projektidee:
Leitgedanke für dieses Projekt war, durch Kreativworkshops zu Themen, die die Menschen im Stadtteil interessieren, das soziale und interkulturelle Miteinander zu stärken und so zu einem besseren Verständnis untereinander beizutragen.
Projektverlauf:
Nachdem in der vorhergehenden Phase durch den Arbeitskreis Kunst das alte Zech und seine Geschichte wieder lebendig wurde, sollte jetzt das heutige Zech in seiner Vielfalt entstehen. Hobbys verraten viel über Menschen und ihren Lebensraum. Deshalb begann die Gruppe um den Arbeitskreis Kunst unter dem Motto „Zecher und ihre Hobbys" Material zu sammeln.
In einer abschließenden Veranstaltung konnte das Resultat bewundert werden. Was für ausgefallenen Hobbys darunter sein konnten, zeigte ein orientalischer Schleiertanz oder die Trommlergruppe, die westafrikanische Rhythmen vorführte. Aber auch besser bekannte Hobbys, wie Aquarellmalen oder Patchwork waren zu finden.
Über 270 Besucher waren begeistert.
Fazit:
In diesem Projekt gelang es, die kulturelle Vielfalt im Stadtteil einzufangen und einen neuen Zugang zu den „anderen" zu schaffen.
Projektträger: Arbeitskreis Kunst
Basiswissen kompakt
Projektidee:
Erfolgreiche Teilnehmer an dem Projekt „Männerworkshop" der zweiten LOS-Phase wollten ihre positiven Erfahrungen aus dem Projekt „Basiswissen kompakt" an andere von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene weitergeben. Dabei war neben niederschwelligen Qualifizierungsmaßnahmen besonders auch an gemeinsame Stellenrecherchen in einer Art „Internetcafé" gedacht.
Projektverlauf:
Ausgehend von den Erfahrungen aus der vorhergehenden Phase entwickelte sich das Projekt auf drei Säulen. Qualifizierungskurse, insbesondere EDV-Kurse, Telefontraining und Bewerbertraining, die auf reges Interesse bei den Teilnehmern stießen. Teilweise fanden die Kurse viermal in der Woche mit je 3 Stunden statt. Als Abschluss und zur Bestätigung einer erfolgreichen Teilnahme konnten die Teilnehmer eine Prüfung ablegen, die zertifiziert wurde. Außerdem wurden Gesprächskreise organisiert, zu denen externe Beratungskräfte eingeladen waren und es fanden regelmäßige Treffen statt, bei denen sich die Teilnehmer gegenseitig bei der Stellensuche im Internet unterstützen. So konnten einer der Teilnehmer eine anderen an einen Speditionsbetrieb vermitteln. Als drittes Element entstanden konkrete Projekte, bei denen die Teilnehmer „Hand anlegen" konnten, mit dem Gefühl gebraucht zu werden und etwas zu leisten. Ein nachhaltiges, für alle sichtbares Zeichen ist die neugestaltete Außenanlage des Treffpunkts, die die Männer in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Firmen und unter fachlicher Anleitung neu gestaltet haben.
Fazit:
Wie schon in der zweiten Phase wurden die Weiterbildungskurse gerne und regelmäßig in Anspruch genommen. Offensichtlich besteht hier erheblicher Weiterbildungsbedarf. Ebenso positiv aufgenommen wurde die Idee eines Internetcafé, wo sich Arbeitssuchende gegenseitig austauschen und unterstützen können. Dieses Angebot möchten wir gerne auch in Zukunft anbieten oder sogar als Stellenbörse im Treffpunkt ausbauen.
Projektträger: Bürgerselbsthilfegruppe „Arbeit"
Arbeitsservicestelle Zech
Projektidee:
Schon in den beiden vorhergehenden LOS-Phasen war der Bedarf an zusätzlicher, von den etablierten Arbeitsvermittlungsangeboten unabhängigen Anlaufstelle im Stadtteil offensichtlich. In der dritten Phase sollte nun eine langfristig unabhängige Servicestelle aufgebaut werden, die Arbeitssuchenden den Bedürfnissen entsprechende Unterstützung bieten sollte. Gedacht war dabei das bisherige Angebot zu Hilfeleistungen bei Stellensuche und Vermittlung um niederschwellige Fortbildungsangebote, Beratung und Coaching bei Existenzgründern und Netzwerkarbeit zu Ämtern und Behörden zu erweitern.
Projektverlauf:
Wie schon in den vorhergehenden Phasen war der Bedarf an individueller Unterstützung bei Bewerbung, Hilfestellung bei Stellenrecherche und Motivation der Arbeitssuchenden ein zentraler Aufgabenbereich der Servicestelle. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt dieser Phase wurde aber die Begleitung der drei Existenzgründerinnen (Kantine, Stadtteilnäherei und Naildesign) bei administrativen Formalitäten bzw bei Fragen zu Anschubsfinanzierungen oder betriebswirtschaftlichen Grundlagen sowie bei der Suche nach Räumlichkeiten.
Fazit:
Sowohl die Arbeitssuchenden als auch die 3 Existenzgründerinnen waren über die Unterstützung haben dieses niederschwellige lokalenAngebot regelmäßig und gerne in Anspruch genommen.
Projektträger: Treffpunkt Zech e.V.
Lehrgänge im hauswirtschaftlichen Bereich
Projektidee:
Nachdem das Projekt ProBeruf, insbesondere auch die Idee am Ende des Projektes durch eine abschließende Prüfung einen objektiven Nachweis über seine eigene Leistung zu erhalten, auf enormes Interesse gestoßen war, sollten nun Lehrgänge im hauswirtschaftlichen Bereich angeboten werden, mit der Möglichkeit bei internen Prüfungen seine Kenntnisse nachzuweisen und am Schluss des gesamten Lehrgangs ein Zertifikat zu erhalten, das für den weiteren beruflichen Werdegang genutzt werden kann.
Projektverlauf:
Viele der Teilnehmerinnen aus dem Vorgängerprojekt meldeten sich erneut. Die Ausbildung war in einzelne Lerneinheiten zu den unterschiedlichen Hauswirtschaftlichen Fächern, wie zum Beispiel Ernährungslehre, Kochen, Reinigung oder Wäschepflege unterteilt. Einmal in der Woche, pünktlich um 8.30 Uhr trafen sich die Frauen. Für den theoretischen Teil jeder Lerneinheit gab es schriftliches Unterrichtsmaterial, praktischer Unterricht fand dann anschließend in der Küche des Treffpunkts statt und wenn es inhaltlich passend war in Kombination mit dem Mittagstisch. Die Ausbildung übernahm eine Hauswirtschaftslehrerin, die auch die Prüfungsfragen am Ende jeder Lehreinheit stellte. Zum Abschluss erhielt jede der Teilnehmerinnen eine Bescheinigung über die bestandene Prüfung.
Fazit:
Besonders gefreut hat uns das rege Interesse und die Ausdauer, mit der die Frauen an diesem Projekt teilgenommen haben. Für manche der Migrantinnen bedeutete der theoretische Unterricht und die abschließende mündliche Prüfung in deutscher Sprache eine große Herausforderung, der sie sich aber stellten. Da ein Grossteil der Teilnehmerinnen keinen Berufs- bzw. Schulabschluss hatte, war das abschließende Zertifikat für sie von großer Bedeutung. Eine Teilnehmerin erhielt eine Teilzeitbeschäftigung in der Gastronomie, zwei weitere Teilnehmerinnen konnten in Zusammenarbeit mit dem Projekt Arbeitsstellenservice Zech ein Minijob vermittelt werden.
Projektträger: Treffpunkt Zech e.V.
JobFit-Trainingsprogramm
Projektidee:
Das JobFit-Trainingsprogramm sollte die gesamte YoungZech-Projekte begleiten. In gemeinsamen projektübergreifenden Trainingseinheiten sollten Erfahrungen aus den Projekten aufgearbeitet und vertieft werden. Geplant waren Wochenenden als „Seminareinheiten", mit erlebnispädagogischen Elementen und Tagesaktionen. Ein Schwerpunkt sollte, die eigenen Stärken und Schwächen-Analyse sein, verbunden mit Entwicklung realistischer Vorstellungen für die eigene Berufsfindung. Gleichzeitig sollten soziale Kompetenzen der Jugendlichen, wie zum Beispiel Verhalten in Gruppen, Konfliktlösungsfähigkeit, Teamfähigkeit gestärkt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt dieses Projektes sollte ist die Elternarbeit sein. Je nach Bedarf, sollte den Eltern der Jugendlichen, Beratung und Fortbildungen angeboten werden.
Projektverlauf:
Auch in diesem Projekt versuchten wir einen Ernstcharakter durch die Anlehnung an betriebliche Schulungen zu vermitteln. Neben verschiedenen Tagesaktionen trafen wir uns an zwei Wochenenden. Ein Wochenende fand, außerhalb der gewohnten Umgebung auf einer Hütte statt. In den „Seminaren" stellten die Jugendlichen ihre Projekte vor, die Berufsmöglichkeiten in diesen Bereich, welche Voraussetzungen man dafür braucht und welchen Erfahrung sie in ihren Projekten gemacht hatten. Jeder Teilnehmer sollte sich ein Bild über die anderen Projekte machen können. Gleichzeitig mussten sich die Jugendlichen dadurch mit der eigenen Tätigkeit nochmals intensiver auseinander setzten und ihren persönlichen Stand reflektieren.
Diese gemeinsamen Wochenenden auf engem Raum und über einen längeren Zeitraum erforderten auch soziale Kompetenzen. Defizite machten sich dann schnell bemerkbar und boten uns Gelegenheit solche Themen anzusprechen. In langen nächtlichen Diskussionen versuchten wir bei den Jugendlichen ein Problembewusstsein zu schaffen und haben zumindest erreicht, dass sie über ihr Verhalten und die Konsequenzen nachgedacht haben und ein anderes Verhaltensspektrum in ihr Blickfeld bekommen haben.
Eine weitere Aktion, die wir unternahmen um die sozialen Kompetenzen der Jugendlichen zu stärken, war ein Tag im Hochseilgarten. Hier war Vertrauen in Andere und Selbsteinschätzung genauso gefragt wie Kommunikation und Teamfähigkeit.
Fazit:
Auch in diesem Projekt war die Ernsthaftigkeit, mit der die Jugendlichen bei der Sache waren auffällig. Der Betriebscharakter wirkte sich unterstützend auf Mitarbeit und Motivation aus, die Jugendlichen waren über einen mehrmonatigen Zeitraum bis zum Ende der Projektlaufzeit aktiv dabei.
Leider hatten sich aus den Erstkontakten bei Abschuss der Arbeitsverträge keine intensivere Beziehungen entwickeln, sodass wir den Punkt Elternberatung und Fortbildung nicht wie geplant durchführen konnten.
Projektträger: Hauptschule Reutin
JobFit
Projektidee:
Grundgedanke der YoungZech-Projekte der 3. Phase war, die Arbeitswelt möglichst realitätsnah zu simulieren und den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, in einem geschützten Rahmen erste Erfahrungen mit dem Berufsleben zu machen.
Als Jobagentur sollte das Projekt „JobFit" die einzelnen produktiven Projekte (Holz, Metall, Gastronomie...) miteinander vernetzen und die Aufgaben einer Personalabteilung in einem Betrieb wahrnehmen. Mit schriftlichen Bewerbungen, anschließenden Bewerbungsgesprächen und Abschluss von Arbeitsverträgen sollten die Jugendlichen den Bewerbungsprozess kennen lernen. Elemente der Entlohnung, sowie abschließende Arbeitszeugnisse sollten die Nähe zur realen Arbeitswelt noch verstärken.
In begleitenden Gesprächen sollten die Jugendlichen regelmäßig ein Feedback erhalten, z.B. in Bezug auf ihre Bewerbungsunterlagen oder nach dem Bewerbungsgespräch oder während der Projektlaufzeit.
Projektverlauf:
Im Laufe der Projektzeit wurden über 25 YoungZech-Stellen vermittelt. Die Teilnehmerzahl pro Projekt war auf 4-5 Jugendliche beschränkt. Für manche Projekte gab es deshalb zeitversetzt zwei Durchläufe.
Vor Projektstart stellten die Jugendlichen ihre Bewerbungsmappen mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen zusammen. Gemeinsam sprachen wir die Bewerbungen durch, gaben Tipps zur Verbesserung oder ergänzten noch fehlende Unterlagen. Damit hatten die Jugendlichen eine Vorlage für ihre späteren Bewerbungen. Anschließend fanden die Bewerbungsgespräche gemeinsam mit den einzelnen Projektleitern statt. Auch darüber erhielten die Jugendlichen ein ausführliches Feedback. Besonders in den Projekten, die in Zusammenarbeit mit ausbildenden Firmen gemacht wurden, bei denen sich dann auch die Ausbilder an den Bewerbungsgesprächen beteiligten, war der Ernstcharakter für alle spürbar.
Abgeschlossen wurde der Bewerbungsprozess mit einem Arbeitsvertrag, in dem die Beschäftigungsbedingungen geregelt waren. Der Arbeitsvertrag musste von den Jugendlichen, ihren Eltern und den Projektleiter unterzeichnen werden. Mit der Unterschrift der Eltern hatten wir die Möglichkeit die Eltern der Jugendlichen kennen zu lernen. Häufig blieb es dann bei diesem Erstkontakt, ohne dass intensivere Beziehungen zu den Eltern aufgebaut werden konnten.
Fazit:
Eine besonders positive Erfahrung für alle Beteiligten war, mit welcher Ernsthaftigkeit sich die Jugendlichen an den Projekten, aber auch am Gesamtprozess beteiligten. In den einzelnen Projekten waren keine Motivationsprobleme zu spüren, die Jugendlichen waren bis zum Projektende bei der Stange. Interessant war auch der Einfluss der regelmäßigen Bewertungsbögen. Hier konnte man manchmal verfolgen, wie sich die Selbsteinschätzung mit der Projektlaufzeit änderte und sich realistischere Eigenbewertungen entwickelten.
Die YoungZech-Projekte rückten den Jugendlichen die unterschiedlichen Berufsfelder und das Arbeitsleben einen Schritt näher, auch wenn sie nicht immer zu konkreten Berufsentscheidungen geführt haben.
Projektträger: Synergie Soziale Bildung GbR
Young Office
Projektidee:
Im Projekt Young Office lernen Jugendliche das Berufsfeld Büro kennen. Die Jugendlichen lernen die Anforderungen in den Bereichen Büro, Verwaltung, EDV kennen. Auch hier ist für die Projektteilnahme ein vorheriges Bewerbungsverfahren über die Jobagentur JobFit erforderlich und es gelten die Bewertungs- und Bonussysteme aus den gesamten YoungZech-Projekten.
Projektverlauf:
Das Projekt wurde in zwei Einheiten über jeweils ein halbes Jahr mit durchschnittlich 4 - 5 Schülern durchgeführt. Sie trafen sich regelmäßig einmal in der Woche Freitagnachmittags. Zunächst übernahmen die Teilnehmer im Projekt YoungOffice die administrativen Arbeiten der gesamten YoungZech-Projekte. Mit dem Anlegen von Personalakten, der Abrechnung bzw. Überweisung der Gehälter usw. erhielten sie einen Einblick in den Bereich Personalbereich eines Betriebes, außerdem lernten sie die wichtigsten Office-Programme, wie zum Beispiel Exel oder Word kennen.
Außerdem unterstützen die Jugendlichen im Rahmen des Projektes den Aufbau einer Kinderbücherei im Treff. Dazu informierten sie sich in der städtischen Bibliothek über die anfallenden Arbeiten und die Organisation einer Bücherei. Mit einem Aufruf in Stadtteil und Schule hatten sich schon etliche Bücher angesammelt. Für die Jugendlichen hieß das nun, zunächst nicht mehr verwendbare Bücher auszusortieren, dann alle restlichen einbinden und zuletzt die Bücher signieren und katalogisieren.
Fazit:
Als konkretes Ergebnis dieses Projektes existiert nun eine Kinderbücherei im Stadtteil, die weiterhin von Grundschule und Stadtteiltreff gemeinsam genutzt und gepflegt wird.
Auch hier hat sich die Idee einer realitätsnahen Übungsfirma mit Stundenprotokoll, Bewertungsbogen und eigener Verantwortung für den Verdienst bewährt.
Projektträger: Jobart - Treffpunkt Zech e.V.
Young Holz
Projektidee:
Im Projekt YoungHolz können Jugendlichen im Rahmen der YoungZech-Projekte etwas über die holzverarbeitenden Berufe, wie Schreiner oder Zimmermann erfahren. Angeleitet von einem Sozialarbeiter, der auch ausgebildeter Schreiner ist, sollten sie Spielgeräte für den Pausenhof der Grundschule herstellen.
Projektverlauf:
Damit jeder wirklich Hand anlegen konnte, wurde das Projekt in zwei Einheiten über jeweils ein halbes Jahr mit jeweils 4 Teilnehmer durchgeführt. Alle notwendigen Werkzeuge, wie Hobel, Handkreissäge, Bohrmaschine und Fräse standen den Jugendlichen zur Verfügung. Für aufwendigere Bauarbeiten, zum Beispiel das Setzen eines Fundamentes und die dazugehörigen Ausgrabarbeiten, erhielten die Jugendlichen Unterstützung von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs. Entstanden sind bei dieser Arbeit ein Baumhaus, sowie
Fazit:
Auch in diesem Projekt wirkte sich der überschaubare Zeitraum, verknüpft mit regelmäßig stattfindenden Aktionen positiv aus Die Jugendlichen waren motiviert und diszipliniert bei der Sache.
Projektträger: Terffpunkt Zech e.V.
Young Gastro
Projektidee:
Im Rahmen der YoungZech-Projekte können sich Jugendliche für das Berufsfeld Gastronomie bewerben. Sie übernehmen Catering-Aufträge, stellen Imbisse zusammen und übernehmen den Service vor Ort. Angeleitet werden sie von einer Sozialarbeiterin, die auch Hotelfachfrau ist. Damit ist eine umfassende Betreuung der Jugendlichen sowohl in fachlicher als auch in pädagogischer Hinsicht gewährleistet.
Projektverlauf:
Das Projekt wurde in zwei Einheiten über jeweils ein halbes Jahr mit durchschnittlich 4 Schülern durchgeführt. Weil der Arbeitseinsatz von der Auftragslage abhängig war, war es nicht immer möglich regelmäßige Projekttermin zu vereinbaren, Deshalb war von den Teilnehmern mehr Flexibilität gefordert, als in anderen YoungZech-Projekten. Jeweils einmal im Monat organisierte das YoungGastro-Team den „Fresh-Friday" im Zecher Jugendtreff. Dort boten sie selbstgemachte Snacks und alkoholfreie Getränke an. Der „Fresh-Friday" entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt bei Zecher Jugendlichen. An diesen Tagen war der Jugendtreff voll. Darüber hinaus bewirteten die Jugendlichen die Feier zur Fertigstellung des 2.Bauabschnittes im Treffpunkt Zech und bereiteten ein Sonntagsbrunch für den Internationalen Frauentag unter dem Motto „Internationale Kultur und Speisen" vor.
Bei allen Aktionen stellten die Jugendlichen die Speisekarte eigenständig zusammen, bereiteten die Snacks zu, lernten wie man richtig anrichtet und dekoriert und nicht zuletzt wie die Speisen professionell serviert werden.
Fazit:
Die Idee einer realitätsnahen Übungsfirma mit Stundenprotokoll, Bewertungsbogen und eigener Verantwortung für den Verdienst hilft den Jugendlichen sich selbst besser einzuschätzen und besser mit Kritik umzugehen.
Bei manchen der beteiligten Jugendlichen konnte man im Laufe des Projektes sehen, wie sie durch den regelmäßigen Kontakt zu Gästen und durch die Arbeit im Team offener wurden und sich selbst mehr zutrauten. Besonders schön war es, wenn man später noch sah, was sie gelernt hatten.
Eine der Teilnehmerinnen hat inzwischen eine Bäckerlehre begonnen, eine andere entschloss sich während des Projektes ihre schulische Ausbildung an einer weiterführenden Schule auszubauen. Mit den erworbenen Fertigkeiten aus dem Projekt verdient sie sich neben der Schule ihr Taschengeld.
Projektträger: Treffpunkt Zech e.V.
Young Metall
Projektidee:
In Kooperation mit der Firma Metzeler, einem ortsansässigen Unternehmen lernen Jugendliche die Arbeit eines Industriemechanikers kennen. Dabei sollen Tisch und Sitzgelegenheiten für die Terrasse des Jugendzentrums FRESH entstehen. Für das Projekt steht die Lehrwerkstatt des Unternehmens zur Verfügung. Außerdem wird das Projekt von den Ausbildern des Unternehmens und Auszubildenden des 3. Lehrjahres begleitet.
Projektverlauf:
Über zwei Monate trafen sich die Jugendlichen (drei Mädchen und drei Jungs) regelmäßig einmal in der Woche in der Lehrwerkstatt. Erst einmal erhielt jeder seine Schutzkleidung. Entsprechend angezogen konnte mit der Planung begonnen werden. Es wurde zunächst besprochen, welche Teile an diesem Nachmittag gefertigt werden sollen, dann wurden die notwendigen Arbeitsschritte und der Gebrauch der Maschinen erklärt. Dann erst begann die eigentliche Arbeit. Nach und nach lernten die Jugendlichen den Umgang mit den unterschiedlichsten Maschinen, wie zum Beispiel Bohrmaschinen, Schlagschere oder Biegemaschinen kennen, außerdem erwarben sie auch erste Fertigkeiten in den manuellen Arbeitsgängen eines Industriemechanikers, beispielsweise dem Entgraten, Feilen oder Körnen.
In einer anschließenden Betriebsbesichtigung erlebten die Jugendlichen dann Produktionsablauf und Produktionsvorgänge unter tatsächlichen
Fazit:
Besonders gefreut hat uns, dass es gelungen war so viele Mädchen für dieses Projekt zu interessieren. Die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das ausbildet gab dem Projekt einen Ernsthaftigkeitscharakter, der auch bei den teilnehmenden Jugendlichen spürbar war.
Projektträger: Treffpunkt Zech e.V.
Fit für den Beruf
Projektidee:
Nachdem beide Auszubildenden aus dem Projekt „Chancen für besonders benachteiligte Menschen" durch ihre guten schulischen Leistungen eine Lehrzeitverkürzung erhalten hatte sollte die Ausbildung von Nina und Robert auch weiterhin unterstützt werden. Dabei sollte der, in der zweiten LOS-Phase geschaffene Ausbildungsverbund von mehreren Partnern erhalten bleiben.
Projektverlauf:
Wie im ersten Lehrjahr erfolgte die praktische und schulische Ausbildung parallel, mit je zwei Tagen Schule pro Woche. Was zuerst von den Jugendlichen als Herausforderung betrachtet wurde, sich im Nachhinein aber als besonders positiv herausstellte, war die gemeinsame Ausbildung von mehreren Verbundpartnern. Das bedeutete für die Jugendlichen nicht nur neue Abteilungen, sondern neue Betriebe, neue Organisationsstrukturen andere Menschen, auf die sie sich einstellen mussten. So war Robert unter anderem im Bauhof und im Altenheim tätig, Nina lernte neben der anfallenden Büroarbeit im Treffpunkt Zech unterschiedliche Abteilungen in der städtischen Verwaltung und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft kennen.
Fazit:
Beide Auszubildende sind von den jeweiligen Verbundpartnern nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung in eine feste Anstellung übernommen worden. Nina ist jetzt angestellt bei der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft, Robert ist im Bauhof tätig. Außerdem übernimmt der Treffpunkt Zech e.V. die Ausbildung einer weiteren Jugendlichen, Emine, zur Bürokauffrau.
Projektträger: Treffpunk Zech e.V.
Pikant & Würzig; Kantine & Cateringmanagement
Projektidee:
Eine Existenzgründerin, die in verschiedenen vorhergehenden LOS-Projekten entsprechend qualifiziert wurde, übernimmt die Kantine eines ortsansässigen Unternehmens. Die erforderliche räumliche Ausstattung wird das Unternehmen zur Verfügung stellen. Ein begleitendes Coaching soll die Existenzgründerin in der Anfangsphase unterstützen. Zusätzlich wird der größere Personalbedarf, den die Existenzgründerin ohne bisherige Eigenmittel und Einnahmen nicht abdecken kann, zunächst durch Minijobs über LOS mitfinanziert.
Projektverlauf:
Wie ist Ihr Kantinen-Service entstanden?
Viele Arbeiter von Angell-Demel kamen in den Treffpunkt zum Mittagstisch. Und weil die Firmenkantine nicht ausgelastet war, fragte jemand von Angell-Demel, ob wir nicht bei ihnen etwas anbieten könnten. Ich hatte schon im Mittagstisch-Team und im Catering-Team mitgearbeitet und dachte wir könnten es ja mal versuchen. An Selbständigkeit habe ich damals noch nicht gedacht.
Wir haben angefangen mit 20 Semmeln, ich wusste ja nicht wie viel ich brauchen werde. Das war natürlich viel zuwenig, Die Arbeiter hatten von zuhause nichts mitgenommen und gingen dann leer aus. Inzwischen bereite ich zwischen 130 und 150 Teile vor. Ich kenne die Arbeiter von jeder Schicht und weiß genau in welcher Woche ich viele Teile vorbereiten muss und wann weniger. Es gibt Schichten mit guten Essern und Schichten, da verkaufe ich weniger.
Welche Unterstützung haben Sie über LOS bekommen?
Zu Beginn im Oktober und November haben wir noch die Küche im Treffpunkt genutzt um unsere Snacks vorzubereiten. Seither bereiten wir alles in der Kantine der Firma Angell-Demel vor. Außerdem wurden anfangs zwei Mitarbeiterinnen über LOS finanziert
Werden Sie den Service auch weiterhin anbieten, unabhängig von der Förderung?
Die Kantine ist schon seit März unabhängig von LOS. Mir gefällt diese Arbeit gut, ich denke, dass beide Seiten profitieren. Für mich ist der Vormittag eine gute Zeit, meine zwei Kinder sind in der Schule ich habe einen guten Kontakt zu den Arbeitern in der Firma und meine Snacks werden gerne angenommen. Die Kantine möchte ich unbedingt weiterführen.
Fazit:
Das Projekt „Kantine & Cateringmanagement" ist eine vorbildliche Zusammenarbeit mit einem örtlichen Unternehmen, von der beide Seiten profitieren. Die Kantine des Unternehmens konnte erhalten bleiben und durch die erfolgreiche Existenzgründung einer jungen Migrantin, sind weitere Beschäftigungsmöglichkeiten entstanden.
Projektträger: Existenzgründung Pikant & Würzig; Kantine & Catering
Timi's Nail Design
Projektidee:
Eine junge, alleinerziehende Mutter will sich mit der Eröffnung eines Nageldesign-Studios eine neue Existenz aufbauen und wird in der Anfangsphase durch ein begleitendes Coaching unterstützt. Insbesondere soll sie bei verwaltungstechnischen Formalitäten und buchhalterischen Grundlagen eine beratende Begleitung erhalten, sowie bei Bedarf eine Anschubfinanzierung bei Grundausstattung und Räumlichkeiten.
Projektverlauf:
Die ausgebildete Friseurin hatte sich schon vor der Existenzgründung auf Nageldesign spezialisiert.
Begeistert wurde die Idee im Treffpunkt aufgenommen und weitergegeben, die ersten Kunden kamen zum Ausprobieren. Stolz führten sie das Ergebnis im Treffpunkt und in ihrem Bekanntenkreis vor. So entwickelte sich durch Mund-Propaganda ein beachtlicher Kundenkreis für das Nageldesign-Studio. Einem größeren Kundenkreis wurde das Studio über Anzeigen im monatlich erscheinenden Stadtteilblatt bekannt gemacht, sodass die Existenzgründerin am Schluss aufgrund familiärer Verpflichtungen die Nachfrage zeitlich nicht befriedigen konnte.
Für das notwendige unternehmerische Know-How sorgten Schulungen von Jobart-Büro und Beratungen in steuerrechtlichen Fragen.
Fazit:
Die Existenzgründung Nagelstudio wurde von der Kundschaft hervorragend angenommen, sodass im Projektverlauf eine Unternehmensgrundlage geschaffen wurde, auf der eine zukünftige Existenzsicherung aufgebaut werden kann. Die Existenzgründerin kann durch ihr Nagelstudio einen finanziellen Betrag zum Unterhalt der Familie leisten.
Projektträger: Timi's Nail Design
Stadtteilnäherei
Projektidee:
Eine junge, alleinerziehende Mutter will eine Änderungsschneiderei im Stadtteil eröffnen und sich damit eine neue Existenz aufbauen. In der Anfangsphase soll sie durch ein begleitendes Coaching unterstützt werden. Insbesondere soll sie bei verwaltungstechnischen Formalitäten und buchhalterischen Grundlagen eine beratende Begleitung erhalten, sowie bei Bedarf eine Anschubfinanzierung bei Grundausstattung und Räumlichkeiten.
Projektverlauf:
Die junge Migrantin und Mutter zweier kleiner Kinder kommt aus einer alten Schneiderfamilie im Kosovo. Da sie schon bisher für die Kleidung in der Familie zuständig war, entschloss sie sich ihre Dienst nun im Stadtteil Zech anzubieten. Um die familiäre Verpflichtungen und Existenzgründung unter einen Hut bringen zu können richtete sie feste Öffnungszeiten ein, die auch im Stadtteilblatt einem größeren Kundenkreis bekannt gemacht wurden. Im Treffpunkt und beim LOS-Kongress in Berlin stellte sie ihre Arbeiten vor.
Für das notwendige unternehmerische Know-How sorgten Schulungen von Jobart-Büro und Beratungen in steuerrechtlichen Fragen.
Allerdings musste die Existenzgründerin nach der Geburt ihres 3. Kindes pausieren, sodass die Existenzgründung während der Projektlaufzeit nicht weiterverfolgt werden konnte.
Fazit:
Obwohl die Existenzgründung nicht abschließend gefördert werden konnte, zeigte sich während der Projektlaufzeit, dass das Potential für ein erfolgreiches Dienstleistungsangebot sowohl vom Markt als auch von der Qualifikation der Gründerin gegeben war. Ein positiver Nebeneffekt der Bemühungen war für die Gründerin ein erweiterter Bekanntenkreis, insbesondere auch neue Kontakte zu deutschen Bewohnern und eine Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse.
Projektträger: Stadtteilnäherei
