Phase V

In der letzten Phase vom 1. Juli 2007 bis 30. Juni 2008 konnten insgesamt 13 Mikroprojekte umgesetzt werden. In dieser Phase lag der Schwerpunkt auf der Verstetigung erfolgreicher Projekte. Ferner konnten zwei Ausbildungsplätze gefördert werden.

Laufzeit: 1. Juli 2007 bis 30. Juni 2008

Ausbildung

Projektidee:

Ziel dieses Projektes ist es im Unternehmen Chance die formalen und rechtlichen Voraussetzungen für Ausbildungsplätze, insbesondere für benachteiligte junge Menschen, die auf dem bestehenden Ausbildungsmarkt geringe Chancen auf Integration haben, zu schaffen.

Projektverlauf:

Für die Zertifizierung als Ausbildungsbetrieb waren im wesentliche zwei Kriterien notwendig:

  1. Eignung der Ausbildungsstätte, das bedeutet im Einzelhandel, Verkaufsraum und Büro müssen zweckgerecht eingerichtet sein und die Ausstattung mit technischen Geräten und Hilfsmittel muss dem heutigen Stand entsprechen.
  2. Persönliche und fachliche Eignung der Ausbilder, dazu nimmt die Geschäftsführerin des Unternehmens an einem Ausbildungsseminar teil.

Um die Ausbildungsstelle auch behindertengerecht einzurichten fanden zusätzlich Gespräche mit Beratern des Integrationsfachdienstes statt.

Fazit:

Ab ersten September bietet das Unternehmen Chance jungen Menschen, insbesondere unversorgte Lehrstellenbewerber eine Ausbildungsstelle zum Einzelhandelskaufmann /-kauffrau.

Projektträger: Unternehmen Chance gGmbH

Zeitungsartikel
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BAP – Berufswahl – Vom Anfänger zum Profi

Projektidee:

Weil sich das Spektrum an möglichen Berufen bei viele Jugendlichen zunächst nur auf einige wenige Berufe beschränkt, die sie aus ihrem direkten Umfeld kennen, sei es durch Eltern oder Freunde, zielt dieses Projekt darauf ab, den Horizont der Jugendlichen zu erweitern und ihnen neue Berufswahlmöglichkeiten aufzuzeigen.

Projektverlauf:

Jugendliche als Reporter unterwegs in Zech:

In den Herbstferien machten sich einige Jugendliche auf den Weg Auszubildende in den verschiedensten Betrieben über ihre Ausbildungsstelle und den ausgewählten Ausbildungsberuf zu befragen. Wie richtige Journalisten, recherchierten sie zunächst über die jeweiligen Berufe und stellten dann den passenden Fragebogen zusammen. Danach wurden die Interviews in Rollenspielen geübt und gefilmt. Durch die Aufzeichnungen war der Lernerfolg besonders groß. Anschließend führten die Jugendlichen die Befragungen durch. Die selbst verfassten Artikel erschienen monatlich im Zecher Blättle.

In einem weiteren Schritt erhielten interessierte Jugendliche im Bereich Filmtechnik eine Einführung im Umgang mit Video, insbesondere Aufnahmetechnik, Kameraführung und Schnitt. So vorbereitet machten sie sich zu Unternehmen auf und berichteten über mögliche Berufsfelder, interviewten die Auszubildenden und Ausbildungsleiter vor Ort.

Fazit:

Die Jugendlichen waren mit Begeisterung bei der Sache. Für sie war es eine ganz neue Erfahrung, wie viel Vorbereitung und Recherche ein gutes Interview erfordert. Leider blieben unsere Versuche auch die Eltern mit ins Boot zu nehmen und sie auf die berufliche Weiterentwicklung ihrer Kinder vorzubereiten, erfolglos. Die Eltern zeigten auch nach persönlicher Ansprache wenig Interesse, sodass unsere Informationsveranstaltungen nur von Einzelnen besucht wurden.

Projektträger: Treffpunkt e. V.

Helper

Projektidee:

Der Ansatz des Case-Managements aus der 4.Phase soll dahingehend erweitert werden, dass die Case-Managerin in Zusammenarbeit mit Behörden (z.B. IHK, Regierung Schwaben) und örtlichen Betrieben neue Strukturen entwickelt, die die berufliche Integration von jungen Menschen, die den gegebenen Ausbildungsmöglichkeiten nicht gewachsen sind, verbessern soll.

Gedacht ist an:

  • neue einjährigen Berufsabschlüssen im Helferbereich
  • ein Pool an Unternehmen, die bereit sind, neue Beschäftigungsformen für schwervermittelbare Jugendliche zu schaffen. Zum Beispiel Praktika oder Teilzeitbeschäftigungen kombiniert mit Basisseminaren und kontinuierlicher Begleitung des Jugendlichen durch die Case-Managerin.

Projektverlauf:

Wie schon in der vorhergehenden Phase blieb die individuelle Begleitung von Arbeitssuchenden mit Stellensuche, Aufarbeitung der Bewerbungsunterlagen, Rollenspielen zu Vorbereitung der Vorstellungsgespräche, Styling-Tipps usw. ein Schwerpunkt des Projektes.

Weil viele unserer Jugendlichen aber sowohl von Inhalt als auch von der Dauer der herkömmlichen dreijährigen Berufsausbildung überfordert sind und ihnen beim bisherigen Ausbildungssystem dann nur Ausbildungen, die für Schulabgänger von Förderschulen konzipiert wurden möglich sind, wollten wir einfache Berufsbilder mit einer abgespeckten, einjährigen Ausbildung schaffen, die den Jugendlichen einen qualifizierten Berufsabschluss ermöglicht, auf dem sie ihre weitere Berufslaufbahn aufbauen können.

Dazu müssen neben Ausbildungsbetrieben und auch Berufsschulen, IHK und Landesregierung gewonnen werden. Erste Anlaufstellen waren die bisherigen Kooperationspartner. Dabei entstand gemeinsam mit dem städtischen Bauhof ein erstes Berufsbild des „Facharbeiters im kommunalen Bereich". Das Konzept wurde inzwischen im Rahmen einer Veranstaltung „Übergang Schule-Beruf" im Landratsamt vorgestellt, außerdem haben wir Kontakt zur Landesregierung aufgenommen.

Weil dieser Ansatz noch einige bürokratische Hürden nehmen muss, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, als während der Projektlaufzeit zur Verfügung steht, wird das Thema nach Projektablauf ehrenamtlich weiterverfolgt werden.

Fazit:

Auch in diesem Projekt hat sich bestätigt, wie facettenreich das Thema Übergang Schule-Beruf angegangen werden kann und muss, damit auch diejenigen Jugendlichen aufgefangen werden, die bei herkömmlichen Fördermaßnahmen aus dem Raster fallen. Wichtig sind in der Phase Übergang Schule-Beruf vor allem zusätzliche Programme, die außerhalb von Schule und Arbeitsamt angeboten werden. Dass schon ein erstes konkretes Konzept dabei entstanden ist, freut uns besonders und wir werden es auch weiterhin engagiert verfolgen.

Projektträger: Treffpunkt Zech e.V.

Mal was anderes

Projektidee:

Von einer Gruppe Migrantinnen, die gemeinsam einen Kurs im Treffpunkt besuchen, kam der Wunsch nach einem Nähkurs, der an ihr sprachliches Können angepasst ist. Mit den geringen Deutschkenntnissen kam für sie ein Kurs an der Volkshochschule oder anderen Einrichtungen nicht in Frage. Trotzdem wollten sie nicht nur Sprachkurse besuchen, sondern nebenbei auch praktische Fertigkeiten erlernen, von denen sie auch weiterhin profitieren können.

Weil der Treffpunkt schon regelmäßig im Kontakt mit ortsansässigen Firmen war, entstand die Idee, den Kurs so zu gestalten, dass die Frauen nach dem Grundlehrgang im Kurs für eine Firma etwas ganz Spezielles nähen und verkaufen.

Projektverlauf:

Weil ein Großteil der Frauen noch nie mit der Nähmaschine gearbeitet hatte, mussten zunächst Grundkenntnisse vermittelt werden. Mit einfachen Schnittmustern fertigten die Frauen zunächst Tischsets, Kissenbezügen, Handytaschen, Taschen und Kulturbeutel. Die Stoffe hatten sie zuvor über Spenden gesammelt. Über einen kleinen Wäscheladen konnten die Frauen ihre Arbeiten verkaufen.

Schnell hatte sich herumgesprochen, dass man etwas verdienen kann und der Kurs erfreute sich regen Zulauf. Die Aussicht etwas herzustellen was von anderen nachgefragt wird, entpuppte sich als zusätzlicher Anreiz, so dass der Kurs sich von anfänglich 6 auf später 12 Teilnehmerinnen vergrößerte.

Dann entstand die Idee aus den Tetrapack-Verpackungen einer Saftfabrik aus der Gegend Taschen herzustellen, die die Firma als Werbegeschenk verwenden könnte. Von der Projektleiterin wurden verschiedene Prototypen entworfen, die dann der Marketingleiterin des Unternehmens vorgestellt wurden. Leider war der Chef des Unternehmens von der Aktion dann nicht ganz so überzeugt, sodass die Taschen vorerst nicht hergestellt werden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Zwischendurch nähen die Frauen auch Kleider für sich selbst.

Fazit:

Die Frauen waren mit sehr viel Begeisterung bei der Arbeit. Obwohl es manchmal sehr schwer war, Arbeitsvorgänge in deutscher Sprache verständlich zu machen, haben sich alle so viel handwerkliche Fertigkeiten erworben, dass man sagen sie können mit Nähmaschinen umgehen, einfache Sachen selbst zuschneiden und Änderungsarbeiten vornehmen. Im Laufe des Kurses wurde es für die Frauen auch selbstverständlich pünktlich zu Kursbeginn zu erscheinen oder sich abzumelden, wenn man nicht kommen konnte.

Projektträger: Treffpunkt Zech

SOS – von 1-5

Projektidee:

In einem sozial geförderten Block im Fördergebiet eskalierten seit einigen Monaten interkulturelle Konflikte und Nachbarschaftskonflikte. Das soziale Zusammenleben funktionierte nicht mehr. 12 Mieter, davon hauptsächlich arbeitslose Männer, aber auch Frauen, die sich aktuell in der Familienphase befinden, werden nun aktiv und suchen nach Lösungen, um dieses unerträgliche Miteinander wieder zu ändern und zu verbessern.

Projektverlauf:

In einer ersten Mieterversammlungen, die gemeinsam mit der Quartiersmanagerin und einer Konfliktberaterin der GWG stattgefunden hatten, kristallisierten sich erste Handlungs­schwerpunkte heraus:

  1. Der Fahrradkeller ist voll mit defekten Fahrrädern und sonstigem Gerümpel und kann nicht mehr sinnvoll genutzt werden. Hier könnte ein Beschäftigungsprojekt entstehen.
  2. Keiner fühlt sich für die Gemeinschaftsflächen, wie zum Beispiel Hauseingang und verantwortlich, Müll bleibt liegen und die Räume verkommen zusehends. Auch hier kann über gemeinsame Aktionen eine höhere Identifikation erreicht werden.

Zunächst beteiligte sich die Wohnanlage unter Federführung einer Mieterin bei der Aktion „Adventsfenster" im Stadtteil:

Gemeinsam mit Kindern aus dem Haus schmückte sie ein Fenster und baute einen kleinen Stand für Gäste auf. Am Abend des 16. Dezembers führten die Kinder ein kleines Stück auf und am Stand wurde Kuchen verkauft, den die Familien zuvor gebacken hatten.

Die nächste Aktion „Fahrradkeller" fand mit Unterstützung der GWG statt:

In einem Brief wurden die Hausbewohner über die Aktion informiert und zur Teilnahme eingeladen. Jeder sollte zuvor seine privaten Dinge, die er noch verwenden wollte, aus dem Raum nehmen. Der Rest wurde dann ausgeräumt. Vieles musste auf den Müll oder zum Wertstoffhof gebracht werden, übrig blieben 20-30 beschädigte Fahrräder, die zu fahrtüchtigen Fahrrädern zusammengebaut und dann dem nahegelegenen Campingplatz als Leihfahrräder verkauft werden sollen.

Dem Dreck in den Hausfluren war ohne professionelle Unterstützung nicht Herr zu werden, deshalb beauftragte die GWG einen Malerbetrieb mit der Renovierung. Damit die Bewohner auch verstärkt auf den Zustand der Gemeinschaftsräumen achten, übernahmen die Kinder aus dem Haus die Vorarbeiten, angeleitet von einem Azubi aus dem Malerbetrieb. An drei Tagen wurde abgeklebt, Löcher ausbessert und Staub entfernt. Für den Anstrich verwendeten die Maler dann abwaschbare Farbe. Damit der Eingangsbereich auch weiterhin ansehnlich bleibt, wird jahreszeitentsprechend dekoriert und die Außenanlage immer wieder mit gemeinsamen Müllsammelaktionen gereinigt.

Fazit:

Auch wenn sich das Engagement noch auf einige wenige Mieter beschränkt, ist es doch gelungen einem unansehnlichen, anonymen Wohnblock ein freundliches Gesicht zu geben. Man grüßt sich inzwischen auf den Fluren und zur Mietversammlung Mieter gekommen, die sich bis dahin dafür nicht interessiert haben.

Projektträger: Gemeinnützige Wohnungsbau Gesellschaft mbH

s'SprungBrett

Projektidee:

Auch dieses Projekt ist dem Bereich Übergang Schule - Beruf zugeordnet. Schüler und Schülerinnen aus den Abschlussklasssen der Hauptschulen sollen sich in Workshops selbstorganisiert Informationen beschaffen, die sie für eine erfolgreiche berufliche Integration benötigen. Spezielle Events sollen den Jugendlichen zusätzlich die Gelegenheit geben ihre Erfahrungen und Informationen entsprechend dem Peer-to-Peer-Ansatz an anderer weiter zu geben.

Projektverlauf:

Mit Informationsveranstaltungen, Einladungen und über Kontakt mit Lehrern und Sozialarbeitern wurde das Projekt den Schülern der umliegenden Hauptschulen vorgestellt. Es bildeten sich zwei feste Gruppen mit 8 bis 14 Teilnehmern aus den Abschlussklassen. Um den Veranstaltungen einen ungezwungenen, vom Schulbetrieb losgelösten Charakter zu geben, trafen sich die Gruppen in den städtischen Jugendzentren.

In einem ersten Orientierungs-Workshop erarbeiteten die Schüler ihre eigene Ausgangssituation. Wovon träume ich? Was kann ich? Was soll ich lernen?

Gemeinsam analysierten sie ihre Stärken und Schwächen, um den eigenen Standort zu bestimmen. Anschießend wurde der aktuelle Arbeitsmarkt durchgeforstet. Welche Betriebe bilden aus? Was für Ausbildungsberufe gibt es überhaupt in der Region? Was muss ich für die einzelnen Berufe mitbringen?

Auf dieser Grundlage aufbauend, versuchten wir dann die Erkenntnisse in konkrete Bewerbungsunterlagen umzusetzen.

Hier war dann häufig individuelle Unterstützung gefordert, beispielsweise bei der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen, bei telefonischen Kontakten mit Betrieben oder bei der Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen.

Eingerahmt waren diese zielgerichteten Maßnahmen in lockere Freizeitaktivitäten, zum Beispiel ein türkischer Abend, in denen sich Jugendlichen und Projektleitern näher kennen lernen konnten und eine Vertrauensbasis entstehen konnte.

In einer Sommerfete, zu der die nachkommenden Klassen eingeladen waren, konnten Auszubildende und ehemalige Teilnehmer ungezwungen über das Projekt berichten und einladen.

Fazit:

Ein wichtiger Aspekt dieses Projektes war zum einen die Beziehungsarbeit, insbesondere gemeinsame Freizeitaktivitäten, auf der anderen Seiten die Zusammenarbeit mit Lehrern und Schulsozialarbeitern, weil hinter manchen vordergründigen Blockaden verdeckte private Probleme steckten.

Dieser ungezwungene, von der Schule unabhängige Ansatz hat sich bewährt und soll auch in Zukunft, finanziert von anderen Trägern weitergeführt werden.

Projektträger: Treffpunkt Zech e.V.

YoungZech Medien

Projektidee:

Zentrale Zielsetzung dieses Mikroprojektes ist es, dass junge Menschen spezielle Jugendseiten in der Vereinszeitung für die Tischtennisabteilung des örtlichen Sportvereins TSG Lindau-Zech erarbeiten und herausbringen. Die Zeitung trägt den Namen Zellulloid-Blättle und wird in einer Auflage von 150 Stück zu den 10 Heimspielen der 1. Herrenmannschaft erscheinen. Auf ca. 24 Seiten finden sich in diesem Blättle Berichte aus dem Stadtteil, Reportagen aus der Tischtennisabteilung, Interessantes rund ums Tischtennis und Werbeanzeigen von Sponsoren. Bei der Erstellung sollen die TN die verschiedenen Stationen einer Zeitung durchlaufen: kreative Gestaltung, Layout, Werbung, Verbreitung, Reportagen, Produktion, Marketing und Kostenrechnung.

Fazit:

Neben den handwerklichen Fertigkeit wie zum Beispiel Vorbereitung eines Interviews, Textverarbeitung oder Bildbearbeitung, sammelten die Jugendlichen vor allem Erfahrung im Umgang mit anderen. Bei der Sponsorensuche oder den Interviews lernten sie auf fremde Leute zu zugehen, sie an zusprechen und Menschen für ihre Sache zu gewinnen.

Projektträger: TSG Lindau-Zech

Matrix- Erprobungsphase

Projektidee:

Die bereits in der vergangenen Förderphase schulübergreifend entwickelte Systematik zur Unterstützung der Schüler in der Übergangsphase Schule-Beruf soll mit diesem Projekt in der Praxis implementiert und durch fortlaufende Evaluation weiterentwickelt und im schulischen Alltag verankert werden.

Begleitet und moderiert soll der Prozess auch weiterhin durch Synergie Soziale Bildung werden.

Projektverlauf:

Das schon in der vorhergehenden Phase in Grundzügen entwickelte System zur Unterstützung von Schülern in der Übergangsphase wurde in regelmäßig stattfindenden „Runden Tischen" von Lehrern und Schulsozialarbeiter weiterentwickelt und ausgereift.

Fazit:

Es besteht ein Standard auf den Lehrer, Schüler und Sozialarbeiter der relevanten Klassen 7/8/9 zurückgreifen können. Darüber hinaus entwickelte sich der „Runde Tisch" zu einer schulübergreifenden Plattform zum Thema Übergang Schule-Beruf, die weiterhin, über die Förderphase hinaus den Austausch zwischen den Schulen erhalten soll.

Projektträger: Synergie Soziale Bildung GbR

Lernsoftware „Berufsvorbereitung“

Projektidee:

Da Jugendliche sehr gerne im Internet oder mit Playstation spielen, ist die Idee enstanden unter Beteiligung der jungen Menschen dieses Medium zur Berufsvorbereitung zu nutzen.

Ziel ist die spielerische Vermittlung von wesentlichen Inhalten der Berufsvorbereitung:

  • Wie erkenne ich, welcher Beruf mir liegt?
  • Woher weiß, ich welche Berufe ich als HauptschülerIn ergreifen kann?
  • Wo gibt es Ausbildungsbetriebe in Lindau?
  • Wie gelingt meine Bewerbung?
  • Wie kann ich mich auf Vorstellungsgespräche vorbreiten?

Projektverlauf:

Unter Beteiligung von SchülerInnen der Hauptschule (8. und 9. Klassenstufen) bildete sich ein Arbeitskreis aus Projektleiterin, Schulsozialarbeiterin, Lehrer und SchülerInnen. Gemeinsam wurden Ideen für die Inhalte und Gestaltung gesammelt und in eine Reihenfolge gebracht. Die Entwürfe wurden von der Projektleiterin detailliert ausgearbeitet, mit Unterstützung der Experten der Berufsberatung, Kreisjugendpfleger, Betriebsvertreter.

Sobald der konzeptionelle Rahmen stand wurd ein Softwarespezialist einbezogen, der die Inhalte technisch umsetzte und das Spiel erarbeitete.

Die Jugendlichen wurden durch die Schulsozialarbeiterin akquiriert. Dabei wurden beide Geschlechter nach Gender Mainstreaming Gesichtspunkten gleichberechtigt beteiligt werden.

Fazit:

Dieses Spiel soll nachhaltig entweder in den Unterricht der Abgangsklassen oder im Rahmen eines Praxisprojektes integriert werden. Durch diese Lernsoftware können die Lehrkräfte eine neue Methode zur Optimierung der Berufsvorbereitung der Jugendlichen dauerhaft anwenden.

Projektträger: AWO Bezirksverband Schwaben e.V.

YoungBusiness - Homepage

Projektidee:

Bereits in der 4. Phase hat sich Unternehmen Chance als LOS-Projektträger engagiert. In einem zeitlich begrenzten Projekt erstellen unversorgte Lehrstellenbewerber eine neue Homepage für das Unternehmen. Dabei sollen die Jugendlichen nicht nur Erfahrung im IT-Bereich sammeln und die Abläufe und Aufgaben eines Einzelhandelsbetriebs kennen lernen, sondern sie sollten dadurch auch die Gelegenheit erhalten ihre eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu erproben und ihre beruflichen Integrationschancen zu erhöhen. Auch in diesem Projekte wird das aus den vorhergehenden YoungZech-Projekten bewährte Bewertungs- und Bonussystem übernommen.

Projektverlauf:

Obwohl das Projekt für mehrere Jugendliche konzipiert war, war nur einer der angesprochenen Jugendlichen für ein längerfristiges Engagement bereit. Umso konzentrierter und gewissenhafter war der junge Mann dann bei der Sache, sodass nach sechs Wochen intensiver Arbeit eine ansprechende Internetseite entstanden war. Vor der eigentlichen Arbeit an der Homepage musste er sich in Struktur und Arbeitsweise des Unternehmens einarbeiten, dann erst konnten die Erfahrungen in ein, an das Unternehmen angepasste Konzept für die Homepage umgesetzt werden.

Zum Abschluss wird der Jugendliche das Ergebnis seiner Arbeit der Öffentlichkeit, insbesondere der lokalen Presse und Vertretern aus kommunaler Verwaltung und Politik vorstellen.

Fazit:

Projektergebnis ist eine ansprechende Homepage für Unternehmen Chance, die der Jugendliche eigenverantwortlich gestaltet hat und als Referenz für seine weitere berufliche Entwicklung nutzen kann. Außerdem hat der Jugendliche einen positiven Eindruck im Unternehmen hinterlassen, so dass ihm im Unternehmen eine, im Rahmen des LOS-Projektes Ausbildung geschaffene Ausbildungsstelle angeboten wurde.

Projektträger: Unternehmen Chance gGmbH

Ausbildung zur Fachkraft Veranstaltungstechnik – Aufbau und Organisation (2. Jahr)

Projektidee:

In der 4. Phase wurde eine Ausbildungsstelle für einen jungen Mann zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik geschaffen. Um diesen Ausbildungsplatz erhalten zu können, hat sich der Begleitausschuss dafür ausgesprochen den Verein auch in der 5. Phase zu fördern, da die Ausbildung bis dato so erfolgreich verlaufen ist.

Durch Spenden und Sponsoren wird die Finanzierung für das 3. Ausbildungsjahr sicher gestellt.

Projektverlauf:

Neben den technischen Fertigkeiten, wie Beschallungsanlagen konfigurieren und prüfen oder komplexe Beleuchtungsanlagen einrichten und bedienen gehören auch die Beratung der Kunden und Auftragsbearbeitung, sowie technische Sicherheitsrichtlinien zu den Ausbildungseinheiten bei dieser Fachrichtung.

Die gelernten Themen konnte der Auszubildenden in seinem Ausbildungsverbund praktisch erproben.

Fazit:

Der Auszubildende hat das zweite Lehrjahr erfolgreich bestanden. Außerdem ist seine Ausbildung auch im dritte Lehrjahr gesichert.

Projektträger: Club Vaudeville e.V.

Azubi-Karriere

Projektidee:

Zwei Jugendliche, die im Treffpunkt in berufsbildenden Maßnahmen teilnehmen, sollen individuell gecoacht werden, um einen Abbruch der Maßnahme zu verhindern.

Projektverlauf:

Zwei Jugendliche mit Migrationshintergrund haben keinen Ausbildungsplatz erhalten. Die Quartiersmanagerin hat sich dafür eingesetzt, dass das Mädchen mit Unterstützung der Agentur für Arbeit und in Kooperation mit dem Bfz Lindau eine Ausbildung zur Fachkraft für Bürokommunikation aufnehmen kann. Der Junge absolviert aktuell im Treffpunkt Zech ein EQJ Büroassistenz Wirtschaft und Verwaltung. Aufgrund der verschiedensten vorliegenden Defizite in Deutsch und mangelnden sozialen und kommunikativen Kompetenzen wurde beschlossen, dass die beiden ein paralleles Coaching durch die Frauen von JobArt erhalten sollen. Zwei der Frauen übernahmen jeweils eine Patenschaft, um die zwei jungen Menschen zu fördern und zu stabilisieren. Darüberhinaus wurden beide von der Quartiersmanangerin sozialpädagogisch betreut.

Fazit:

Beide haben das begleitete Ausbildungsjahr erfolgreich beendet. Das Mädchen wird ihre Ausbildung fortsetzten bis zum Abschluss als Fachkraft Bürokommunikation, der Junge hat sich entschlossen die Schule fortzusetzten und einen Abschluss der Mittleren Reife zu machen. Beide haben große Fortschritte in ihren sprachlichen aber auch sozialen Kompetenzen gemacht.

Projektträger: Treffpunkt Zech e.V.

PROJugendarbeit – Kaufmännischer Bereich

Projektidee:

Nachdem die Jugendlichen unter fachlicher Anleitung ein Jugendbüro hergerichtet, die Möbel gebaut und das Zimmer eingerichtet hatten, sollte nun der Focus auf kaufmännische Grundkenntnisse gelegt werden. Die Teilnehmer dieses Projektes sollten die Möglichkeit erhalten sich im Bereich Büro innerhalb einer Vereinsstruktur beruflich zu orientieren und zu erproben.

Ziel war es, dass das Jugendbüro erhalten bleibt. Die Teilnehmer und weitere interessierte junge Menschen aus Zech sollten sich bereit erklären, dieses unter Begleitung der Erwachsenen weiter zu führen und die ehrenamtliche Arbeit des Vereines langfristig zu unterstützen.

Projektverlauf:

Obwohl wir in dem Projekt auf PROJugendarbeit aus der vorhergehenden Phase aufbauen wollten, konnten wir für den kaufmännischen Bereich nur ein Mädchen gewinnen. So dass wir das Projekt im Laufe der Projektphase vorzeitig eingestellt haben.

Projektträger: TSG Lindau-Zech e.V.