Mutige Frauen – Starkes Miteinander
Projektidee:
Mit diesem Projekt sollen Frauen mit Migrationshintergrund, die sich in bzw. am Ende der Familienphase befinden, ermutigt und bestärkt werden ihre eignen Lebensentwurf zu finden und sich aktiv in das gesellschaftliche und kulturelle Leben in ihrer Umgebung einzubringen, indem sie Einfluss nehmen, Entscheidungen treffen und mitgestalten.

Durchführung:
Obwohl für das Projekt zwei gleichgewichtete Module mit den Schwerpunkten berufliche Integration und soziale Integration geplant waren, kristallisierte sich die Stärkung der Persönlichkeit vieler Frauen als Handlungsschwerpunkt des Projektes heraus.
Nur ein Teil der Frauen begannen über Hilfestellungen bei Bewerbungen, Bewerbungstrainings und Einführungskursen zu Computer und Internet eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt zu suchen. Viele fühlten sich aus unterschiedlichen Gründen (z.B. mangelnde Sprachkenntnisse oder andere persönliche Hemmschwellen) für eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt noch nicht in der Lage.
Eine Frühstücksrunde mit unterschiedlichen Themen, beispielsweise regelmäßige Berichte und Diskussionen zu Themen aus der Tagespresse oder Workshops zu gesunder Ernährung, bot insbesondere für muslimische Frauen Berührungspunkte mit Kultur und Gesellschaft unserer Gegend. Dazu ergänzend entwickelten sich auch sportliche Angebote, unter denen der „Badetag nur für Frauen" im städtischen Hallenbad sicher zu den Highlights gehörte.

Resümee:
Mit diesem Projekt ist es gelungen, Frauen mit Migrationshintergrund zu ermutigen, ihren eigenen Lebensentwurf zu finden und sich aktiv in das gesellschaftliche Leben in ihrer Umgebung einzubringen. Dabei stellte sich als vorrangiger Bedarf die Förderung von sozialen Kompetenzen, z.B. Stärkung von Selbstbewusstsein oder Motivation zu Eigenengagement heraus. Viele der anfänglich eher zurückhaltenden Frauen entwickelten im Laufe des Projektes eine zunehmende Motivation und Selbständigkeit, die sich in konkreten Umsetzungsvorschlägen und -beteiligungen äußerte. Um dieses Ziel zu erreichen war allerdings besonders in der Anfangsphase eine persönliche und regelmäßige Einladung der Teilnehmerinnen notwendig.
Projektträger: Treffpunkt Zech e.V.
Projektleitung: Nezahat Alici
